Biografie
Referenzen
Galerie
Kompositionen
Konzerte
Kontakt
Träume
Links

SANDRA WILLIAMS & HENRY UEBEL

Henry Uebel, Pianist, bildet zusammen mit Sandra Williams, ausgebildete Sängerin aus New York, ein in dieser Gegend wohl einzigartiges Duo, das sich in eindrücklicher und harmonischer Form immer wieder zu anspruchsvollen, musikalischen Höchstleistungen zusammenfindet. Bei Konzerten wie z.B im Jazztone, im Museum am Burghof oder in der Stadthalle Wehr konnte man sich von dieser einzigartigen Kombination überzeugen. Im Moment arbeiten beide an ihrer ersten gemeinsamen CD mit einer Konzertpräsentation und darüber hinaus einem Auftritt im Juli bei der Gospelnacht auf der Burg in Badenweiler. Auf beides darf man äußerst gespannt sein. Auch treten beide öfters mit interessanten Gastmusikern auf, die ihren facettenreichen Konzerten immer wieder eine neue Nuance verleihen.

Henry Uebel lebt im Markgräflerland und ist tätig als Musiker bei verschiedenen Produktionen in Deutschland und der Schweiz sowohl auf der Bühne als auch in Studios. Von seiner professionellen Arbeitsweise und seiner musikalischen Genialität kann man sich nicht nur in seiner Musikschule, dem Musik Forum in Lörrach, überzeugen, sondern auch bei zahlreichen Live-Auftritten sind die Zuhörer begeistert. Er beherrscht sämtliche Tasteninstrumente, ob Keyboard, Piano oder einen edlen Flügel gleichermaßen und drückt damit seine Musikalität in formvollendeter Weise aus. Sandra Williams, gebürtige Amerikanerin, kam vor 10 Jahren nach Deutschland, wo sie seither ihre musikalische Karriere weiterführt. Nach vielen erfolgreichen Auftritten in Musicals und Shows in den USA hat sie sich nun ganz auf ihre eigene Musik konzentriert. Soul, Blues, Gospel und Jazz finden gleichermaßen Raum in ihrem abwechslungsreichen Stimmenrepertoire.


Badische Zeitung vom Montag, 11. April 2005

Knackige Soli, gefühlvolle Stimme

Regionales Jazz-Trio im Schopfheimer Museumskeller

Da stimmt die Chemie: Trompeter Markus Götz, Sandy Williams und Pianist Henry UebelTrompeter Markus Götz, Pianist Henry Uebel, Sängerin Sandy Williams - wenn sich diese drei regionalen Jazzgrößen zusammen tun, muss es einfach gut klingen. Dies erwartete das Publikum, beide Konzerte waren in Windeseile ausverkauft. Und die Erwartungen wurden erfüllt. Drei gute Musiker, davon zwei schon länger als Duo verbandelt, geben nicht zwingend ein gutes Trio ab. Doch in diesem Falle stimmte die Chemie zwischen Trompete, Keyboard und Gesang.

Mit großer Spielfreude füllten die Drei den Museumskeller in Schopfheim mit swingenden Jazzstandards, sanften Balladen, anrührendem Soul, heißem Boogie Woogie, total entspanntem Bossa Nova und dem kräftig abgestaubten Dixielandklassiker "Sweet Georgia Brown", aufgepeppt mit viel Elan und Markus Götz' supersauberen knackigen Trompetensolos. Songs von Bill Withers, Katie Melua, Stevie Wonder, Van Morrison, dazu Götz' und Uebels Eigenkompositionen wurden in ausgewogenem Wechsel präsentiert. Jeder Musiker ließ dem anderen Raum für ausgedehnte Soli und Improvisationen, dazwischen entspannten sich intensive Dialoge.

Frontfrau war die temperamentvolle Jazzröhre mit der großen Stimme - Sandy Williams. Mit ausgeprägter Mimik und Gestik und vor allem viel Gefühl begab sich Williams in die jeweilige Stimmung der Songs hinein, überzeugte mit sauberem Scatgesang bei "Blue Skies" hauchte ein laszives "Fever" ins Mikro, amüsierte sich beim fröhlich-burlesken "My favourite Things", war anrührend-melancholisch bei der Ballade "Everything must change" und brachte gemeinsam mit Götz' gestochen scharfer Trompete und Uebels opulent groovendem Keyboard den Saal zum Kochen bei: "I want you to boogie my woogie, until my face turns cherry red!"

Einer der stärksten Songs war "Miss Celies Blues" aus dem Film "Die Farbe Lila". Ihn gab sie mit einer hinreißenden Mischung aus verführerischer Sinnlichkeit und einer großen Portion Ironie, die Markus Götz mit dezentem "Uab uab" und nicht ganz ernst gemeinten Tremoli locker aufgriff. Das Publikum ließ das Trio erst nach zwei Zugaben gehen - und dann vor allem deshalb, weil der Bossa Nova "Manha di Carnival", entspannt und zärtlich interpretiert, ganz eindeutig die Botschaft rüberbrachte: "Gute Nacht, liebes Publikum!"

Schön wär's, wenn auf den ersten gemeinsamen Auftritt der drei Jazzer weitere folgten. Definitiv folgen werden weitere Kleinkunstveranstaltungen im Museumskeller. Wie Kulturbeauftragter Michael Hermann ankündigte, wird das historische Gemäuer jetzt renoviert und soll eine Stätte der Kleinkunst in Schopfheim werden. Am 23. April geht's mit Kabarett weiter, im Juni folgt das nächste Jazzevent und in den Pausen gibt's künftig auch etwas zu trinken.

Silke Hartenstein